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Unternehmensnachfolge: Die 7 entscheidenden Schritte

Eine Unternehmensnachfolge ist kein einzelnes Ereignis, sondern ein Prozess. Wer frühzeitig strukturiert vorgeht, erhöht nicht nur die Erfolgschancen, sondern auch den Wert des Unternehmens.

In der Praxis zeigt sich immer wieder: Nicht der Verkauf selbst ist die größte Herausforderung, sondern die Vorbereitung. Die folgenden Schritte geben eine Orientierung, worauf es wirklich ankommt.

Andreas Berndl (Head of M&A), Nicola Leher (Beraterin), Sabine Bernstein (Geschäftsführende Gesellschafterin) und Julia Krause (Beraterin M&A)

1. Zielbild und Zeitpunkt festlegen

Am Anfang jeder Nachfolge steht die Frage, wann der Unternehmer aus dem Unternehmen ausscheiden möchte. Ohne klar definierten Zeitpunkt wird die Nachfolge häufig verschoben und nicht konsequent angegangen.

Eine vage Aussage reicht nicht aus. Entscheidend ist, einen konkreten Zeitraum festzulegen und von dort aus rückwärts zu planen.

Gleichzeitig sollte auch die persönliche Perspektive geklärt werden: Wie sieht der Alltag nach der Übergabe aus und welche Rolle möchte ich künftig einnehmen?

Ohne klares Zielbild bleibt die Nachfolge ein Vorhaben – aber kein Projekt.

2. Finanzielle Situation klären

Die Unternehmensnachfolge ist immer auch eine finanzielle Entscheidung. Viele Unternehmer sind darauf angewiesen, mit dem Verkauf ihre Altersvorsorge zu sichern.

Das führt häufig dazu, dass der gewünschte Kaufpreis zur Voraussetzung für den Ausstieg wird. Wird dieser nicht erreicht, verzögert sich die Nachfolge oder scheitert ganz.

Daher sollte frühzeitig geklärt werden, wie hoch der Kapitalbedarf im Alter ist und ob zusätzliche Vorsorgemaßnahmen notwendig sind.

Wer finanziell unter Druck steht, trifft selten die besten Entscheidungen im Verkaufsprozess.

3. Unternehmen übergabefähig machen

Der größte Hebel in der Nachfolge liegt in der Vorbereitung des Unternehmens. Ein Betrieb ist nur dann wirklich verkaufsfähig, wenn er auch ohne den Inhaber funktioniert.

In vielen Unternehmen hängen Entscheidungen, Kundenbeziehungen und Wissen stark an einer Person. Genau hier liegt das Risiko. Ziel ist es, Strukturen aufzubauen, Verantwortung zu verteilen und Abhängigkeiten zu reduzieren.

Ein Unternehmen, das unabhängig vom Inhaber funktioniert, ist stabiler und deutlich attraktiver für Käufer.

4. Notfallregelung schaffen (Notfall-Chef)

Ein zentraler, oft unterschätzter Punkt ist die Notfall-Chef-Regelung. Sie beantwortet die Frage, wer das Unternehmen führt, wenn der Inhaber plötzlich ausfällt.

Neben rechtlichen Themen wie Vollmachten und Verträgen geht es vor allem um die Sicherstellung der Handlungsfähigkeit im Ernstfall.

Gleichzeitig ist dies ein wichtiger Schritt in Richtung Übergabefähigkeit, da klare Strukturen geschaffen werden.

Was im Notfall funktioniert, funktioniert meist auch im Verkaufsprozess.

5. Unternehmenswert ermitteln und entwickeln

Viele Unternehmer haben eine Vorstellung vom Wert ihres Unternehmens, können diese jedoch nicht fundiert begründen.

Wichtig ist: Einen objektiven Unternehmenswert gibt es nicht. Der Preis entsteht im Zusammenspiel von Angebot, Nachfrage und den Erwartungen beider Seiten. Entscheidend ist, wie attraktiv und übergabefähig der Betrieb ist – etwa hinsichtlich Ertragskraft, Kundenstruktur und Organisation.

Wer frühzeitig bewertet, kann gezielt Verbesserungen umsetzen und den Unternehmenswert aktiv steigern.

6. Nachfolger suchen und auswählen

Erst wenn das Unternehmen vorbereitet ist, sollte die Suche nach einem Nachfolger beginnen. Dabei zählt nicht nur die fachliche Qualifikation, sondern vor allem die persönliche und unternehmerische Passung.

Ob intern oder extern – jede Lösung hat ihre eigenen Herausforderungen und muss sorgfältig geprüft werden.

Eine falsche Entscheidung an dieser Stelle lässt sich später kaum korrigieren.

7. Verkauf und Übergabe umsetzen

Mit der Einigung beginnt die entscheidende Phase: die Umsetzung. Hier zeigt sich, ob die Nachfolge tatsächlich funktioniert.

Bei internen Lösungen erfolgt die Übergabe meist schrittweise. Bei externen Verkäufen entscheidet sich nach Vertragsabschluss, ob der Betrieb stabil weiterläuft. In beiden Fällen sind klare Rollen, saubere Kommunikation und strukturierte Abläufe entscheidend.

Eine gute Vorbereitung zeigt sich erst in der Umsetzung.

Fazit

Die erfolgreiche Unternehmensnachfolge entsteht nicht am Tag des Verkaufs, sondern in den Jahren davor. Wer frühzeitig beginnt, schafft Handlungsspielraum, reduziert Risiken und erhöht den Wert seines Unternehmens.

Die Qualität der Vorbereitung entscheidet über den Erfolg der Nachfolge.

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Egal, ob du noch am Anfang stehst oder bereits konkret über eine Übergabe nachdenkst – eine Unternehmensnachfolge wirft viele Fragen auf. Wir begleiten Elektrobetriebe strukturiert durch den gesamten Prozess – von der ersten Einschätzung bis zur erfolgreichen Übergabe.

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